Gurs 1940. Deportation und Ermordung südwestdeutscher Juden

Kunst & Design // Artikel vom 01.06.2021

Die Verschleppung von mehr als 6.500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland durch die Nazis ist Thema dieser Stadtmuseums-Sonderausstellung.

Bereits infolge der ersten systematischen Deportationen vom 22. und 23.10.1940 starben viele am Fuße der Pyrenäen oder in anderen Lagern Südfrankreichs; die meisten der in Gurs Internierten wurden ab Sommer ’42 in Auschwitz-Birkenau und Sobibor ermordet. Die von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz erarbeitete und vom Stadtarchiv und den Historischen Museen Karlsruhe ergänzte Ausstellung bettet regionale Geschichte in deutsche, französische und europäische Abläufe ein und nimmt Betroffene, Täter, Umstehende und Nutznießer aus verschiedenen Perspektiven in den Blick.

Darüber hinaus halten eine grafische Präsentation der Namen sowie Fotos der über 950 nach Gurs deportierten Karlsruher Juden die Erinnerung lebendig. Ebenfalls präsentiert werden „Gefühlsbilder“, die Schüler der Kath. Fachschule für Sozialpädagogik Agneshaus basierend auf den Berichten des Deportierten Paul Niedermann erstellt haben. -pat

bis 3.10., Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe

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