Gutes böses Geld

Kunst & Design // Artikel vom 10.04.2016

Bereits 1991 priesen „Die Prinzen“ in ihrem Song „Millionär“ die Vorzüge des Gelds.

Der Refrain „Geld, Geld, Geld…“ im Wechsel mit „Knete, Knete, Knete…“ wäre fortzusetzen mit Alicia Kwades Berg aus vergoldeter Kohle. Entsprechend einleuchtend ist, dass nicht nur die Musik, sondern auch (und schon früher) die Bildende Kunst dem Schmiermittel unserer Gesellschaft, dem lieben Geld, in Arbeiten huldigte.

Ob Andy Warhol mit seinen Dollarscheinen oder Sylvie Fleury mit dem Einkaufswagen – es sind zwei Seiten einer Medaille, die hier thematisiert werden, denn ohne Geld ist Shopping perdu. Die Ausstellung in der Baden-Badener Kunsthalle fokussiert aber nicht nur auf die Gegenwartskunst, sondern richtet den Blick auch zurück auf frühe Genre-Szenen, die Sittengemälde ihrer Zeit sind: Die Steuereintreiber und Cranachs „Ungleiches Paar“ zeigen (wie dann 400 Jahre später Dorothea Langes Fotografie der „Migrant Mother“) auch die Bandbreite des Themas auf. -ChG

bis 19.6., Kunsthalle Baden-Baden

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