Hans Baldung

Kunst & Design // Artikel vom 29.11.2019

Maria mit Kind und Papageien, 1533, Germanisches Nationalmuseum, Foto: Dirk Meßberger

Hans Baldung Grien war einer der außergewöhnlichsten Künstler seiner Zeit.

1484 oder 1485 in Schwäbisch Gmünd geboren (1545 gestorben), war er eine Zeit lang Mitarbeiter von Albrecht Dürer in Nürnberg. In Freiburg schuf er den grandiosen Hochaltar für das Münster. Wie viele seiner Zeitgenossen malte er sakrale Themen und später, als kirchliche Aufträge zurückgingen, in größerem Maß mythologische und weltliche.

Die mitunter sehr drastisch sind: Seine Serie der Wildpferde z.B. wirken noch heute provokant und modern, und mit fast expressionistischer Wucht stellt er die „Bekehrung des Hl. Paulus“ dar. Auch seine späteren Porträts sind in ihrer Ausdruckskraft einzigartig – berühmt ist der schräge Blick, den viele seiner Personen in völlig unterschiedlichen Situationen haben.

Die Kunsthalle stellt diesen bedeutenden Maler in der ersten großen Ausstellung seit 60 Jahren vor und zeichnet seine Entwicklung von der Spätgotik bis zum Manierismus exemplarisch nach. Begleitet wird sie vom „Karlsruher Skizzenbuch“ von Marcel van Eeden: 24 Schwarzweißzeichnungen zwischen Fakt und Fiktion. -gepa

Eröffnung: Fr, 29.11., ZKM; 30.11.-8.3., Kunsthalle Karlsruhe

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