Hart 2019

Kunst & Design // Artikel vom 22.02.2019

„Die Avantgarde stellt sich die Frage: Naturalismus, Madonna, Realismus, Michael Jackson, Seelenhandel, Koons, Organhandel, Brecht, Nonkonformismus, Beuys oder Currywurst zum Frühstück?“

Die leerstehende Jugendstilvilla in der Gellertstr. 14 in der Karlsruher Weststadt ist seit längerem immer wieder Schauplatz verschiedenster, auch studentischer Kunstinitiativen mit temporären, oft sehr kurzfristig angekündigten Ausstellungen. Zweimal fand hier schon die „Hart“ statt. Für die dritte Ausgabe 2019 hat das Organisationsteam – Olga Richter ,Max Martinez, Lorenz Bögle und Freddy Witz, alle selbst KünstlerInnen – die „Hart“ erstmals als synchrone Veranstaltung parallel zur „art Karlsruhe“ auf die Beine gestellt und die Ausstellung von acht auf 34 Beteiligte aufgestockt.

Die Messeteilnehmer stammen aus Karlsruhe, Marseille, Köln, Stuttgart, München, Baden-Baden, Heidelberg, Zollern-Alb und Berlin. Ihre Künstler sind bunt durchmischt: Es gibt einige Akademie-Studenten und -Abgänger sowie Künstler und Studenten aus anderen Städten. „Zum Konzept ‚Hart‘ passt das ganz gut fanden wir“, schreiben die Veranstalter, deren Leitmotiv die Auseinandersetzung mit dem Kunstmarktgeschehen ist.

Oder wie es das Organisationsteam formuliert: „Die ‚Hart Karlsruhe‘-Initiative ist die Realismus-Avantgarde der Kunstszene zur ‚art Karlsruhe‘ 2019.“ Real ist auch, dass der auf dem originalen „art“-Artwork aufbauende Entwurf der „Hart“ auf wenig Zustimmung bei den „art“-Machern stieß und daher abgewandelt wurde. -rw

Eröffnung: Fr, 22.2., 15 Uhr; Sa, 23.2., 10-21 Uhr; So, 23.2., 10-20 Uhr, Gellertstr. 14, Weststadt, Haltestelle Händelstr., Karlsruhe

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