HfG: Munitionsfabrik & Graduates

Kunst & Design // Artikel vom 02.06.2022

Munitionsfabrik (Foto: Evi Künstle)

30.000 Menschen arbeiteten während des Zweiten Weltkriegs in der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik in Karlsruhe.

Unter den menschenunwürdigen Bedingungen der Zwangsarbeit wurden hier Mittel produziert, die weltweit für Zerstörung sorgten. Heute wird im „Hallenbau A“ Kunst produziert und gezeigt; das ZKM, die Städtische Galerie und die Hochschule für Gestaltung haben hier ihren Platz.

Letztere hat zum 30. Jubiläum ein Rechercheprojekt lanciert, das die Geschichte der Munitionsfabrik von ihren kriegerischen Ursprüngen über die künstlerische Zwischennutzung in den 1980ern bis zum heutigen Dasein als Schmelztiegel der Institutionen untersucht. Die Ausstellung „Munitionsfabrik“ zeigt die Transformationen und Brüche dieses „ungeheuren Raums“ anhand künstlerischer und dokumentarischer Projekte auf.

Mit den aktuellen Werken der „HfG Graduates“ kommt die Hochschule in der Gegenwart an. Die Ausstellung „All We As“ zeigt Filme, Installationen, Performances, Dokumentarisches und Magisterarbeiten der Graduierten des Studienjahrs 2021/22. Sie besteht aus fünf Clustern: „All We As Leaves“ handelt von Nostalgie, Melancholie, Archiven und Verlust. „All We As Waves“ dreht sich um soziale Räume, Gemeinschaften und (Un-)Sichtbarkeit.

Mit ökologischen Fragen und den Verhältnissen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Entitäten beschäftigt sich das Cluster „All We As Moss“. Die transformativen Effekte von Technologien und Medien auf unsere Kommunikation werden in „All We As Clouds“ verhandelt. „All We As Light“ schließlich befasst sich mit Fragen nach dem Zeigen der Dinge, nach Wahrnehmung und Erzählung. All in all eine gute Gelegenheit, die HfG und ihre Themen tiefergehend kennenzulernen. -fd

Munitionsfabrik: Di, 2.6.-11.9., HfG; „HfG Graduates: All We As“: Di, 2.6.-19.6., HfG, Karlsruhe

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 3 und 2?

WEITERE KUNST & DESIGN-ARTIKEL