Industriekultur

Kunst & Design // Artikel vom 25.08.2018

Die „Industrie 4.0“ wird immer präsenter.

Alexa und Co. zeigen auch im Privaten, wie umfassend die Digitalisierung für eine „smarte Ökonomie“ sorgt. Die Zeugnisse aus der Hochzeit der Industrialisierung hingegen sterben aus. In Rheinland-Pfalz etwa war die Arbeitskultur von Schuhfabriken, Spinnereien und Maschinen- und Papierfabriken geprägt.Seit dem Strukturwandel stehen oder standen viele der teils denkmalgeschützten Industrie-Paläste leer und waren dem Verfall preisgegeben. Wie aber kann man die alte Industriekultur wieder „wachküssen“ und für zukünftige Lebensräume umgestalten?

Gezeigt werden gelungene Beispiele, wie alte Fabrikbauten zeitgemäß genutzt werden können. Während die Fotografien von Horst Bauer, Maix Mayer, Vivien Räbiger und Andreas Winkler ausgewählte Bespiele industrieller Bauten aus Rheinland-Pfalz dokumentieren, deren morbide Schönheit gerade aus dem Verfall entsteht, sind Andrea Kreipes großformatigen Monotypien – Einmal-Drucke, die nicht mit Druckgrafik zu verwechseln sind – künstlerische Meditationen zur Vergänglichkeit.

Der Mainzer Künstler Ulrich Schreiber wiederum spielt ironisierend mit Symbolen und Bildern einer Industriekultur aus vergangener Zeit, die in unserem kollektiven Gedächtnis lebendig sind, aber längst vom digitalen Zeitalter abgelöst wurden. Er zeichnet „im Raum“, indem er Umrisslinien von Gegenständen mit Metall nachformt. -sk

25.8.-7.10., Kunstverein Villa Streccius, Landau

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