James Turrell

Kunst & Design // Artikel vom 23.07.2018

James Turrell, Curved Wide Glass (rot), 2018 Foto Florian Holzherr

Kann man Licht sehen?

Oder vielmehr, wie kann man Licht sehen? Sind es Helligkeit, Farben, Strahlen? In James Turrells Lichträumen nimmt man Licht als Ganzes körperlich wahr. Farbiges, sich veränderndes Licht, taucht die Installationen in unendlich, fast magisch scheinende Räume. Oben und unten, Masse und Volumen lösen sich auf, es bleibt farbiges Licht. Seit fünf Jahrzehnten schafft der Amerikaner (geb. 1943) Werke, in denen sich konzeptionelles Denken, Wissenschaft, Technologie und Spiritualität verbinden.

Letztendlich vollenden sich seine Arbeiten erst in der Wahrnehmung des Betrachters, die Installationen bieten eine Raumbühne, die erst durch den Zuschauer, der sie sieht und erlebt, vollständig wird. Was sich nur schwer beschreiben lässt, erklärt sich vor Ort von selbst: Etwa im riesigen Lichtraum Apani, der von der Venedig-„Biennale“ 2011 bekannt ist. In ihm lassen Farbsequenzen einen begehbaren Raumkubus wie entgrenzt scheinen. Das Museum bietet ein neues Online-Ticket-System, das Einlass ohne Wartezeit verspricht; es kann immer nur eine begrenzte Zahl an Besuchern in die Installationen eingelassen werden. -sk

bis 28.10., Museum Frieder Burda, Baden-Baden

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