Japanische Kinderkimonos

Kunst & Design // Artikel vom 27.10.2019

Mädchen-Kimono mit Kranich (Foto: Unger Tamás)

Kinderkimonos sind nicht einfach nur Kleidungsstücke.

In der Edo-Zeit (1603-1868) war auch das Design wichtig. Glücksbringende Motive, die durch Bemalen, Aufdrucken, Einweben und Einfärben auf die Kimonos gebracht wurden, zeigen die elterlichen Wünsche in dekorativen Elementen: Langes Leben oder eine glückliche Ehe werden symbolisch dargestellt, Pflanzen- und Tiermotive stehen für die Naturverbundenheit der Japaner, sind aber auch oft in Kombination mit Gegenständen geheime Botschaften, die es zu entschlüsseln gilt.

Unheilabwehrende Stickereien finden sich bis heute auf der Rückseite von Kinderkimonos. Die Ausstellung zeigt Kimonos aus verschiedenen Seidenarten, Baumwolle, Wolle und anderen pflanzlichen Fasern, die auf unterschiedliche Weise gewebt und geschmückt wurden. Leichte Sommerkimonos, gefütterte Winterkimonos sowie mehrschichtige Kleidung geben Zeugnis eines variationsreichen Kleidungsstücks. Sie alle sind aus der tausend Stücke umfassenden Sammlung von Kazuko Nakano aus Yamagata, Nordjapan. -gepa

Eröffnung: So, 27.10., 11 Uhr, bis 12.1., Textilsammlung Max Berk, Heidelberg

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