Japonismus 2.0: Landschaft im Zeichen Japans

Kunst & Design // Artikel vom 29.11.2021

Mitte des 19. Jh. schwappte japanische Kunst nach Europa und hiesige Künstler wie Monet, Gauguin und van Gogh fanden Inspiration im japanischen Farbholzschnitt.

Jugendstil und Expressionismus sind ohne diese Entwicklungen undenkbar. Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen postuliert nun den „Japonismus 2.0“. Auch heute sind KünstlerInnen von Aspekten traditioneller japanischer Ästhetik wie Leere, Stille, Reduktion, fehlender Tiefenwirkung, originellen Bildausschnitten und ungewöhnlichen Perspektiven fasziniert. Zugleich brechen sie in ihrer künstlerischen Verarbeitung dieser mit Erwartungshaltungen und spielen mit Klischees, immer in Reflexion der kulturellen Beeinflussung von Westeuropa und Fernost.

So beziehen sich die Fotografin und Videokünstlerin Fiona Tan und Raffi Kaiser auf das klassische hochformatige Rollbild, Sven Drühl wiederum auf japanische Holzschnitte. Fotokünstler Hans-Christian Schink setzt sich mit dem Tsunami von 2011 auseinander. Thomas Neumann und Edgar Honetschläger reflektieren in Filmen, Fotografien, Aquarellen und Tuschezeichnungen Bezüge zwischen Mensch und Natur sowie fremde Darstellungs- und Sehgewohnheiten. -fd

bis 6.2., Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 2 und 1.

WEITERE KUNST & DESIGN-ARTIKEL