Jeremiah Day & Rory

Kunst & Design // Artikel vom 13.02.2020

Jeremiah Day, Performance Still, LA Homicide, Brussels & Ellen De Bruijne Projects, Amsterdam 2010, Courtesy Arcade London

Wie funktioniert Kultur in einer multiethnischen Demokratie?

Was können Bilder, Texte, Ausstellungen und Performances dazu beitragen? Der US-Künstler Jeremiah Day operiert an der Schnittstelle zwischen Privatem und Öffentlichkeit, zwischen persönlicher Erfahrung und größeren politischen Zusammenhängen. Bei ihm trifft die Bürgerrechtlerin Joanne Bland auf Fridays For Future, badische Geschichte auf US-Politik. Wie lässt sich daraus nun eine Ausstellung destillieren?

Jeremiah Days Gastspiel im Kunstverein hat prozessualen Charakter, befindet sich also im Fluss. Mit „The Opposite of Fatalism“ zeigt er eine neue Installation, die sich aus aktuellen Arbeiten speist. Sie wird durch Performances (die nächste am Fr, 21.2., 19 Uhr), Vorträge und Workshops erweitert. Der 14 Jahre jüngere Rory Pilgrim, der bis 19.4. im Lichthof des Kunstvereins ausstellt, steht Jeremiah Day inhaltlich nahe. Auch er sucht den Dialog und entwickelt Formate des Austauschs, um Gemeinschaften hinter und jenseits der Bildschirme und Displays zu entwickeln.

Sein Film „The Undercurrent“ erforscht den Umgang mit der Klimakrise auf privater Ebene und behandelt dabei auch Themen wie Zuhause und Sicherheit. Dafür traf Pilgrim KlimaaktivistInnen aus Boise in Idaho (USA). Fotografien, Zeichnungen, Malereien und Plakate komplettieren den Überblick über das vielfältige Schaffen des jungen Briten. -fd

bis 19.4., Badischer Kunstverein, Karlsruhe

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