Jeremiah Day

Kunst & Design // Artikel vom 06.02.2020

Performancestill, The Opposite of Fatalism, 2019

Der US-amerikanische Künstler Jeremiah Day verbindet Performance-Kunst mit politischer Haltung und begreift seine Kunst als Forschung an der Schwelle vom Privaten zum Öffentlichen.

Sein Interesse liegt auf Phänomenen der Erinnerung und des Widerstands. Seine Ausstellung im BKV erweitert Day um eine Reihe von Veranstaltungen: Mit Workshops, Gesprächsrunden, politischen Vorträgen und Performances inszeniert der Künstler eine Art Bürgerversammlung. Bereits im November lud er die US-Bürgerrechtlerin Joanne Bland ein.

Mit der Frage: „What was the European Union?“ beleuchten gesonderte Veranstaltungen die Wurzeln der EU im Widerstand des Zweiten Weltkriegs. Auch stellt Day Verbindungen zwischen lokaler deutscher bzw. badischer Geschichte und deren Transformation in die Politik der USA her. Von zentraler Bedeutung sind die Workshops, die Fragen nach alternativen Handlungsräumen stellen. Sein zeitbasierter Ansatz schlägt sich auch in der Ausstellung nieder, die sich stets prozessual erweitern, den flüchtigen Charakter der Performances aber auch mit Fotos, Dias, Texten und Objekten festhalten wird. -fd

Vernissage: Do, 6.2., 19 Uhr, 7.2.-19.4., Badischer Kunstverein, Karlsruhe

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