Kamuna 2011

Kunst & Design // Artikel vom 25.07.2011

Zum 13. Mal findet sie statt, die „Karlsruher Museumsnacht“.

Karlsruhes zweitgrößte Kulturveranstaltung und als solche eine der wenigen Museumsnächte, die aus dem Kreis der Museen selbst heraus organisiert werden. 18 Museen und Institutionen öffnen ab 18 Uhr ihre Türen und haben dieses Jahr ein Programm unter dem Motto „Reise durch die Zeiten“ zusammengestellt.

Diese Zeitreisen durch die großen und kleinen Orte des Karlsruher Kulturlebens können sich die Besucher selbst vorab im Internet zusammenstellen, den Reisevorschlägen des Programmhefts folgen oder sich natürlich auch einfach treiben lassen. Der nachtschwarze Button mit dem leuchtend gelben Punkt in der Mitte macht es einfach: Er ist nicht nur Eintrittskarte in die Museen, sondern gleichzeitig auch Fahrkarte für die An- und Abreise sowie für die Shuttle-Busse.

Ob nun die Zeitreise ins tiefste Erdinnere im Naturkundemuseum (18.30, 20, 23.30 Uhr) stattfindet, die Performance von Bas Böttcher in das kleinste Massenmedium der Welt im ZKM-Foyer einführt (18-24 Uhr) oder Yann Toma mit seiner Aktion „Lichtmorsen“ die Ausstellung „Lumière Noir“ in der Kunsthalle mit Unterstützung der Besucher aufnimmt (18-21 Uhr) – ein breites Spektrum wird geboten.

In den Museen finden Kurz- und Aktionsführungen, teils auch Mitmach-Aktionen für Kinder statt, das Generallandesmuseum fächert die Geschichte Badens seit dem 18. Jahrhundert bis heute auf und in der Landesbibliothek wird ein Blick hinter die Kulissen geboten (18-23 Uhr zur vollen Stunde). Dort liest übrigens die Autorin Eva Klingler aus einem ihrer in Karlsruhe handelnden Krimis (18.30-20.30 Uhr, jeweils zur halben Stunde), und Harald Schwiers präsentiert eine halbszenische Lesung (21.30-23.30 Uhr, jeweils zur halben Stunde).

Im Landesmuseum kann man nicht nur Bertha Benz, der unerschrockenen Automobil-Pionierin, begegnen (18, 19.30 und 20.30 Uhr), sondern sich auch anhand von Wochenschauen in die Wirtschaftswunder-Zeit zurückversetzen (18 Uhr). In der Kinemathek findet eine musikalische Spritztour durch den Jazz der 30er und 40er Jahre statt (19 Uhr), während die Stadtbibliothek mit Tam Lin mit einer musikalischen Reise ins Mittelalter (22/23.45 Uhr) lockt – untermalt von einer Feuerjonglage.

„Sax mal anders“ verspricht ein Konzert mit vier preisgekrönten Saxophonisten in der Städtischen Galerie (20.30/22.30 Uhr), Folk Rock vom Feinsten bietet dagegen der Badische Kunstverein open air mit Hannah Peel (23 Uhr), und wer abtauchen möchte in die Zeit um 1900, wird beim Konzert „La Belle Epoque!“ im Pfinzgaumuseum sicher nicht enttäuscht werden (23 Uhr).

Neben den bekannteren Kulturinstitutionen der Stadt lassen sich aber auch Orte besuchen, die eigens für die „Kamuna“ Einblicke gestatten: Das Lifecycle Engineering Solutions Center (LESC) am KIT bietet die Möglichkeit, sich im Virtual Reality Labor in Echtzeit in dreidimensionale Welten zu begeben (18-22 Uhr zur vollen Stunde ca. 20-minütige Demo; 20.30 Uhr „Reise nach New York“), im Museum der Karlsruher Dependance von Michelin lässt sich die Geschichte des Reifens anschaulich nachvollziehen (18-23 Uhr, ca. 30-minütige Führung zur vollen Stunde), und das Architekturschaufenster lädt zum Karlsruhe-Quiz ein. Modelleisenbahn-Fans kommen im Verkehrsmuseum auf ihre Kosten.

Dort wird um 18.30 und um 21 Uhr die historische Märklinanlage von 1895/1935 in Betrieb genommen.
Die Abschlussveranstaltung der diesjährigen „Kamuna“ findet – hoffentlich nicht zum letzten Mal! – im Innenhof der Majolika statt. Die Karlsruher Combo „Tip Toe“ präsentiert Pop- und Jazzklassiker sowie Evergreens aus den letzten 40 Jahren. -ChG

Sa, 6.8., 18-1 Uhr, Buttons: 10/8 Euro
www.kamuna.de

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