Kamuna 2022

Kunst & Design // Artikel vom 06.08.2022

Kamuna (Foto: Bruno Kelzer)

Die 23. „Karlsruher Museumsnacht“ widmet sich den „Geschichten hinter den Dingen“.

Seit der Mensch existiert, erfindet und erzählt er Geschichten. Manche klären auf oder belehren, andere inspirieren und motivieren. Manche sind wahr, andere erfunden. Viele sind älter als der Mensch, der sie erzählt, liest oder hört. Jedes Objekt in einem Museum hat eine Geschichte zu erzählen: Wie kam es in die Ausstellung? Was können wir dadurch lernen?

Sechs Stunden lang fahren die Shuttlebusse zwischen den 13 teilnehmenden Museen, Bibliotheken und Archiven hin und her. Die Bad. Landesbibliothek zeigt, wie man alte Dokumente digitalisiert, erzählt die Geschichte des Philosophen Johannes Reuchlin und richtet einen Poetry-Slam aus. Die Ausstellungen im Bad. Kunstverein von The Living And The Dead Ensemble aus Haiti und der Schwedin Charlotte Johannesson werden vom Film „Ouvertures“, einem Kinderprogramm und dem Open-Air-Konzert um 22 Uhr flankiert. Im Bad. Landesmuseum erwarten das Publikum Geschichten von der Antike übers Mittelalter bis zum modernen Baden.

Die Karlsruher Autorin Petra Hauser liest aus ihrem neuen Roman „Die Ewigkeit ist nur ein Augenblick“ in der Erinnerungsstätte Ständehaus, gemeinsam veranstaltet mit der Stadtbibliothek. Das Durlacher Pfinzgaumuseum schildert die Entwicklung von Landwirtschaft und Ernährung in den vergangenen 120 Jahren und die Entwicklung Durlachs zu einem modernen Industriestandort. Unbekannte Perspektiven auf die Ukraine werden anhand von Landkarten aus dem 18. Jh. im Generallandesarchiv aufgezeigt, historische Blicke auf Karlsruhe zeigt die Fotografie-Ausstellung „Karlsruhe im Fokus“ im Stadtmuseum. Das Museum für Literatur feiert „70 Jahre Literaturland Ba-Wü“ mit Ausstellung, Poetry-Slam und einem Special für die Karlsruher Innenarchitektin Trude Schelling-Karrer.

Die Keramiksammlung der Majolika ist ebenso offen wie das Naturkundemuseum, wo sich vom Korallenriff bis zur Mineraliensammlung spannende Naturgeschichten verbergen. Der vielleicht exotischste Teilnehmer der „Kamuna“ ist das Verkehrsmuseum, das in einem Südstadt-Hinterhof sein 50. Jubiläum feiert – am Abend spielt die Gruppe Last Train. Im Hallenbau sind nicht nur die Ausstellung des ZKM und der Städtischen Galerie offen – es erwarten die NachtschwärmerInnen auch vielseitige und interaktive Programmpunkte, Führungen und Drinks. -fd

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