Karlsruhe in der Weimarer Republik

Kunst & Design // Artikel vom 15.07.2020

Zwischen „Charleston & Gleichschritt“ tapste Karlsruhe zwischen 1918 und ’33 wie ganz Deutschland in Widersprüchen gefangen umher.

Da war Fortschritt, der sich im Erstarken der Frauen in der Politik, einem regen Vereins- und Kulturleben oder in Wohnungsbauprojekten wie im Dammerstock äußerte. Die Wirtschaftskrise und soziale Notlagen trieben hingegen viele Menschen auf die umkämpfte Straße oder in die Arme extremistischer Parteien. Mit vielfältigen Exponaten lässt sich diese bewegende Zeit nacherleben – übrigens auch digital: Auf der Website des Stadtarchivs warten Einträge im Online-Stadtlexikon.

Hier kann man erfahren, wie das Michelin-Männchen nach Karlsruhe kam, warum nicht Adolf Hitler mit dem Bau von Autobahnen begann und wer die Ehrenbürgerin Kunigunde Fischer war. Zur Ausstellung ist eine Publikation erschienen: „Aufbrüche und Krisen. Karlsruhe 1918-1933“ beleuchtet die anderthalb rasanten Jahrzehnte anhand lokaler Aspekte von der Stadtplanung bis zur Parteipolitik, vom Wohnungsbau bis zur Gesundheit, von der Kunst bis zur Prostitution. -fd

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