Katharina Sieverding

Kunst & Design // Artikel vom 30.09.2021

„Ich mache keine Propagandakunst“, sagt Katharina Sieverding.

„Ich möchte nicht als jemand wahrgenommen, der für etwas Bestimmtes steht.“ Es wäre vermessen, die Düsseldorfer Künstlerin und ihre sechs Jahrzehnte künstlerisches Schaffen auf etwas festzunageln. Einige Landmarks seien dennoch genannt: Als Beuys-Studentin wurde Sieverding für Zusammenhänge zwischen Kunst, Politik und sozialen Prozessen sensibilisiert. Als ausgebildete Bühnenbildnerin weiß sie um die Wirkung von Wandbildern auf einen Raum – den äußeren wie den inneren, imaginativen.

Und als Erneuerin der Fotografie hat sie seit den 1970ern insbesondere mit ihren großformatigen Arbeiten sich selbst und ihre Gegenwart hinterfragt, reflektiert und dargestellt. Mikroskopische Details und der Blick aufs große Ganze vereinen sich bei Sieverding als Mittel, die eigene Identität und ihre sozialen Bedingungen zu untersuchen. In Kooperation mit den Deichtorhallen Hamburg zeigt das Museum Frieder Burda eine große Werkschau der Rheinländerin von den 1960ern bis in die Gegenwart. Sieverdings aktuelles Werk „Gefechtspause“ etwa resultierte aus der Beschäftigung mit dem Corona-Lockdown. -fd

bis 9.1.22., Museum Frieder Burda, Baden-Baden

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