Kiefer, Vogel und Kammerer-Luka

Kunst & Design // Artikel vom 02.07.2008

Anselm Kiefer gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart.

Im Louvre gestaltete er den Aufgang zur ägyptischen Sammlung. Für das im vergangenen Jahr eingeweihte Wandgemälde soll der in Südfrankreich lebende Maler satte 800.000 Euro Honorar erhalten haben. Es zeigt vor schwarzem Hintergrund einen nackten, bis aufs Skelett abgemagerten Mann, der wie leblos am Boden liegt, und passt zum duster dunklen Duktus, der ihn berühmt machte.

Aufgewachsen ist Kiefer in Niederbühl, in Rastatt besuchte er das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, danach studierte er bei Horst Antes in Karlsruhe, später bei Beuys in Düsseldorf. Die Städtische Galerie Fruchthalle präsentiert das zeichnerische Frühwerk von Anselm Kiefer. Zwei weitere Künstler, die ebenfalls in der Umgebung von Rastatt aufwuchsen, flankieren den großen Meister.

Während Gunther Vogel mit großformatigen Zeichnungen in anrührender Subtilität und Kammerer-Luka mit konstruktivistischer Formensprache präsent sind, werden von Anselm Kiefer anhand ausgesuchter Exponate aus verschiedenen Schaffensperioden Reflexionen zur gesellschaftlichen Mythenbildung gezeigt. Unter dem Titel "Figur-Mythos-Zeichen. Gunther Vogel, Anselm Kiefer, Kammerer-Luka" ist diese außergewöhnliche Ausstellung bis 3.8. in der Städtischen Galerie Fruchthalle zu sehen. -ub

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