Kirkeby & Kriegfried

Kunst & Design // Artikel vom 30.04.2016

Per Kirkeby, Kriegfried und formlos: die 70er Jahre am Oberrhein.

So könnte man die Ausstellungen betiteln, die im Frühling auf den Naturwissenschaftler und Karlsruher Akademieprofessor Kirkeby (der zuvor Geologie studiert hatte) und sein Umfeld fokussieren. Aus dem Kreis seiner Schüler, darunter Wolf Pehlke und Jürgen Wiesner, gründete sich 1979 die Gruppe „Kriegfried“, die ein Jahr später auf der Biennale in Venedig die Performance „Kreidekreise“ zeigte. Kirkeby wird in Baden-Baden mit Radierungen aus der Sammlung des Freiburger Morat-Instituts gezeigt, Kriegfried wird vom Kulturnetzwerk Mühlburg am Ende der Baden-Badener Schau präsentiert.

Wer nun Lust bekommen hat, selbst aktiv zu werden, kann sich in der Ausstellung „formlos. Kunst nach 1945“ in der Jungen Kunsthalle ausleben. Die Schau, in der Originale von K.O. Götz, Sonderborg und anderen Abstrakten aus den 60er und 70er Jahre (nicht nur vom Oberrhein) gezeigt werden, lädt mit Zitaten und kurzen Hintergrundinfos zum Eintauchen in die Kunst des Informel ein und versteht sich explizit als Angebot an die Besucher, ihrer eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Damit sind nicht nur die Kleinen angesprochen, sondern eigentlich alle, die schon immer mal Farbe an die Wand werfen, sie dort mit Kamm, Bürste oder Rotor verwischen oder zwischen zwei Brettern zersplittern lassen wollten.-ChG

Kirkeby: bis 16.5., Gesellschaft der Freunde Junger Kunst, Altes Dampfbad Baden-Baden; Kriegfried: Eröffnung: Sa, 30.4., 17 Uhr, 1.-16.5., Lukaskirche Karlsruhe; formlos: bis 14.8., Junge Kunsthalle, Karlsruhe

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