Konstanzer Konzil

Kunst & Design // Artikel vom 03.06.2014

Dann kann er durchaus auch mal umkippen.

Dieses Missgeschick passierte Johannes XXIII. auf dem Weg zum Konstanzer Konzil; gleich zwei Handschriften und ein Druck gaben das päpstliche Unglück wieder und sind jetzt unter den vielen Pretiosen zu bewundern, die anlässlich des Konstanzer Konzils zusammengetragen wurden.

Zahlreiche wichtige Museen haben sich mit Leihgaben daran beteiligt, dass die Konstanzer Schau zu einer einmaligen Erlebniswelt des späten Mittelalters werden konnte. Die Bischofskrümme des Gegenpapstes aus Madrid, Ikonen aus der bedeutendsten mittelalterlichen Malschule Russlands, aus Nowgorod, oder der prunkvolle Annen-Altar aus Barcelona machen nicht zuletzt die Internationalität dieses Ereignisses deutlich.

Die früheste vom Konzil erhaltene Chronik, die Aulendorfer Handschrift von 1460, ist sogar eigens aus New York angereist. Zahlreiche Altarbilder, Skulpturen, Reliquiare, Handschriften – all das, was zum wichtigsten Konzil des Mittelalters sowohl im liturgischen als auch im alltäglichen Bereich gehörte – gibt es derzeit in Konstanz zu sehen. -ChG

bis 21.9., Konzilsgebäude Konstanz

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