Künstlergruppe Die Spur

Kunst & Design // Artikel vom 08.05.2014

Als Rebellen könnte man die Spur-Mitglieder bezeichnen, die zwischen 1958 und 1965 aktiv waren.

Der Name: abgeleitet von den eigenen Fußspuren im Schnee, das Ziel: über die Gruppe Kontakte mit dem Ausland zu bekommen. Dabei wandten sich die Künstler der Gruppe – Lothar Fischer, Heimrad Prem, Helmut Sturm und Hans-Peter Zimmer – explizit gegen die „technische Euphorie von Kunstexperimenten der Düsseldorfer Gruppe ZERO“. Ihr Credo: gegen Harmonie, für den Kitsch in der Kunst.

Der Spaß im und am Leben (die bayerische „Gaudi“) sollte sich auch in ihrer Kunst widerspiegeln. Das lässt sich jetzt in der Ausstellung „Vagabundierende Unruhe“ nachvollziehen, mit der Rüdiger Hurrle diese Gruppierung aufleben lässt. Hans Platschek ist einer der ersten Verbündeten der Gruppe mit seinem Buch über „Neue Figurationen“, in dem er einen Weg jenseits der „Weltsprache Abstraktion“ zeigt.

Rund 120 Kunstwerke, Dokumente und der 1961 gedrehte Film „So ein Ding muss ich auch haben“ zeigen die farbgewaltigen Arbeiten der SPUR-Künstler in ihrem Umfeld, das tatsächlich nach dem Kontakt mit Asger Jorn und der Situationistischen Internationale international wurde. –ChG

bis 18.5., Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle, Durbach

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