Kunstmuseum Ravensburg: Jahresvorschau

Kunst & Design // Artikel vom 20.02.2022

Kunstmuseum Ravensburg

Mit seiner Passivhaus-Bauweise gewann das Kunstmuseum Ravensburg nicht nur den „Deutschen Architekturpreis“ 2013, sondern wurde auch zum „Museum des Jahres“ 2015 gewählt.

Bis zum 20.2. laufen hier noch die Ausstellungen „Zwischenwelten“ mit über 50 Arbeiten des immer wieder faszinierenden Max Ernst und „Shiftings“ von Caroline Achainter, die tradierte Techniken wie Tapisserie oder Keramik spielerisch in die Gegenwart überführt. Humorvoll, provokant und rebellisch entzieht sich Jaqueline de Jong seit sechs Jahrzehnten gängigen Etikettierungen. Sie war eng mit der Gruppe der Situationistischen Internationalen verbunden und wird erstmals in Deutschland in einer Einzelausstellung präsentiert (12.3.-26.6.).

Neue Gestaltungsweisen mit Textilien zeigt die Ausstellung „Musterung“. Internationale KünstlerInnen bringen traditionelle Techniken wie den Webstuhl in Verbindung mit moderner Technologie und gesellschaftspolitischen Blickweisen auf die Gegenwart (16.7.-30.10.). Mit Carl Lohse schwenkt die Kunsthalle das Spotlight auf einen lange übersehenen Maler des Expressionismus’. In seinen Plastiken und Porträts verarbeitete er Kriegstraumata und machte seelische Tiefendimensionen greifbar (19.11.-19.2.23).

Der Expressionismus ist auch Basis der Sammlung Selinka, die das Kunstmuseum Ravensburg sein Eigen nennt. Ausgewählte Malereien und Druckgrafiken daraus sind, im Dialog mit einer weiteren süddeutschen Privatsammlung, parallel zu den Einzelausstellungen bis zum 18.6. zu sehen. Darunter befinden sich auch Werke von Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff. -fd

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