Kunstreise von Speyer bis Freiburg

Kunst & Design // Artikel vom 05.04.2013

Wer Gefallen an der Mischung moderner Kunst und wunderbarer Landschaft hat, dem sei auch der Weg nach Donaueschingen empfohlen.

Ein nahezu unzerstörtes barockes Stadtbild inklusive Kirche und Schloss mit der Donauquelle sind schon allein eine Reise auf dem Weg zum Bodensee (oder auch einfach so) wert. Im ehemaligen Kurhaus und Kino der Stadt ist die Sammlung Biedermann untergebracht, die wechselweise die eigenen Bestände zeitgenössischer Kunst mit aktuellen Arbeiten junger Künstler präsentiert. So auch jetzt die Papierarbeiten von Josef Bücheler, der übrigens bis 2011 das „Marchtaler Fenster“ kuratierte.

Der Weg dorthin führt von Speyer kommend über Zell am Harmersbach, Freiburg und Rottweil. In der Speyerer Synagoge zeigt Rainer Magold seine Interpretationen zu Moses im Rahmen des interkulturellen Dialogs (Eröffnung: 10.4., 19 Uhr). Zell wirbt damit, im Mittelalter kleinste Stadt des deutschen Reiches gewesen zu sein. Mit der Villa Haiss ist sie aber ganz groß, denn dort wird seit 15 Jahren zeitgenössische Kunst auf hohem Niveau präsentiert. Insbesondere die Kunst Ostdeutschlands ist dem Betreiber des Museums, dem Galeristen Walter Bischoff, seit Jahren ein Anliegen. Naheliegend, dass das Jubiläum mit der Ausstellung „Kunst der DDR“ gefeiert wird.

In Freiburg wird Peter Dreher mit einer üppigen Ausstellung zum 80. Geburtstag geehrt; Georg Winter zeigt im Museum für Neue Kunst unter dem Titel „Lichtung im Forst“ seine Überlegungen, wie von Künstlerseite das ideale Museum auszusehen habe. In Beuys’scher Tradition wird sein Museum sozialer Begegnungsort, ein haptisches Erlebnis. Einen ersten Vorgeschmack auf den Barock bekommt man auf dem Weg Richtung Mochental im idyllisch gelegenen St. Peter im Schwarzwald. Eine Besonderheit ist dort übrigens das Altarbild, das achtmal im Jahr gewechselt wird. -ChG

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