Kunsttransit = Kunst im Transit

Kunst & Design // Artikel vom 24.04.2016

Mittlerweile fünf Jahre ist es her, dass die Künstlerinitiative Kunsttransit in der ehemaligen Hofdrogerie Roth am Kirchplatz St. Stephan beheimatet war, aber dann dem gestelzten Lederer-Neubau weichen musste, der an ein gestrandetes Ufo erinnert.

Dafür nimmt sich der Kunsttransit jetzt noch mehr beim Wort und begleitet Kunstprojekte und künstlerische Prozesse. „UPS“ meint in diesem Zusammenhang nicht das amerikanische Transportunternehmen, sondern „Urbanes Projekt Strohbau“. Dabei geht es um eine soziale Facette der „Smart City“, um bezahlbaren Wohnraum, der mit einer alten, neu entdeckten Technologie auf dem ehemaligen Exerzierplatz der Franzosen an der Kußmaulstraße als genossenschaftliches Bauprojekt realisiert werden soll. Wer Interesse am dort entstehenden Wohn- und Gewerberaum hat, kann sich online bewerben.

Auf Spendenbasis wird das zweite Projekt finanziert, das sich unter dem Titel „Refucation“ der aktuell größten Gruppe im Transit widmet, den Flüchtlingen. Durch eine Benefiz-Aktion im Staatstheater konnten 10.000 Euro gesammelt werden, die in die Produktion eines „Bilder-Buchs“ für die in der Landes-Erstaufnahmestelle Karlsruhe (Lea) untergebrachten Flüchtlinge flossen. Eingedenk der Tatsache, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte und die angesprochenen Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft sind, werden Grundkenntnisse der deutschen Sprache bildlich vermittelt. Im Frühsommer soll dann die zweite Auflage für Stuttgart gedruckt werden.

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