Kunstverein Wilhelmshöhe

Kunst & Design // Artikel vom 07.09.2018

Kunstvereine, wie Vereine überhaupt, sind eine typisch deutsche Einrichtung.

Ein System, das sich vor gut 200 Jahren zur Vermittlung zeitgenössischer Kunst an ein nicht-adliges Publikum etabliert hat. Es hat sich bewährt, keine Frage – über 300 Kunstvereine gibt es in Deutschland – aber das System ist durchaus auch in die Jahre gekommen.

Der Ettlinger Kunstverein Wilhelmshöhe, der sich vor 30 Jahren als Ateliergemeinschaft gegründet hat und seit 2000 ein e.V. ist, wagt daher eine Neustrukturierung. Für das Ausstellungsjahr 2018/2019 wurde eine Gruppe von Gastkuratoren eingeladen, die Programmgestaltung zu übernehmen: Christian Ertel, Christian Falkner, Elena Korowin und Julia Thiemann haben „x1 + x2“ entwickelt, das Dialogsituationen herstellen will.

Eine regionale tritt auf eine (inter-)nationale künstlerische Position. Die ausgewählten Paare treten in einen intensiven Austausch zur Erarbeitung einer gemeinsamen Ausstellung. Zu Beginn präsentieren die Kuratoren Julia Katharina Thiemann und Christian Falkner Markus Hoffmann und Thomas Dawidowski, Absolvent der Karlsruher Kunstakademie.

Während Hoffmann sich mit radioaktiver Strahlung befasst und das schwer fassbare Element in vielschichtigen Objekten, Installationen, Filmen und Radiografien wahrnehmbar zu machen sucht, beschäftigt sich Dawidowski mit naturwissenschaftlichen Phänomenen, die er experimentell nachstellt und auf ihre ästhetischen Strukturen hin erforscht. -sk

Markus Hoffmann / Thomas Dawidowski Eröffnung: Fr, 7.9., 19 Uhr, bis 14.10., Folgeausstellung Nina Schuiki / Oleg Kauz, Eröffnung: 26.10., 19 Uhr, bis 2.12., Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen

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