Langes Jubiläumswochenende „30 Jahre ZKM“

Kunst & Design // Artikel vom 04.10.2019

© ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Foto: ARTIS – Uli Deck

1989 von visionären BürgerInnen initiiert, mit der Mission die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben, agiert es auch 30 Jahre später als außergewöhnliche Kulturinstitution für das 21. Jahrhundert.

Das 30. Jubiläum des ZKM ist nicht nur Anlass, mit der Ausstellung „Writing The History Of The Future“ seine einzigartige Sammlung, sondern über ein langes Jubiläumswochenende den Geburtstag mit seinen Besuchern zu zelebrieren.

Für das Festivalwochenende hat das ZKM ein umfassendes Programm zusammengestellt: Mit der Hervorhebung von besonderen Ausstellungen, Projekten und Produktionen soll die beachtliche und bedeutende Arbeit der Personen gewürdigt werden, die das ZKM geprägt haben. Konzerte, Installationen und Gesprächsrunden ergänzen das Programm. Das Festival bietet u.a. die einmalige Gelegenheit, den Institutsleitern aus der Entstehungszeit des ZKM zu begegnen und gemeinsam einen Rückblick auf die Gründungsgeschichte zu werfen. Die größten Ausstellungshighlights und Veranstaltungen passieren Revue, dazu werden einige Installationen noch einmal zum Leben erweckt. Bei freiem Eintritt sind die Besucher außerdem eingeladen, die aktuellen Ausstellungen des Hauses – die Sammlungspräsentation „Writing The History Of The Future“, „Respektive Peter Weibel“, „ZKM Gameplay. The Next Level“ sowie „Edge Of Now“ zu erkunden.

Das Jubiläumsfestival startet am Fr, 4.10. um 10.30 Uhr mit einer Adaption von Györgi Ligetis Komposition „Poème symphonique für 100 Meisterwerke“ – 100 Metronome geben eine überraschende wie überwältigende akustische Einstimmung in das Wochenende. Instituts- und Abteilungsleiter der ersten Stunde geben einen spannenden Rückblick auf die legendären Multimedialen, die Anfänge des Medienmuseums und Herausforderungen in der damals noch jungen Forschung zu Neuen Medien.

Am Sa, 5.10. bilden ab 10 Uhr die Vorträge von Götz Adriani zur Geschichte des Museums für Neue Kunst und von Peter Weibel zur Ausstellung „Net Condition“ besondere Highlights zur Anfangszeit des ZKM. Dem Gespräch von Birgit Mersmann mit Peter Weibel zu den Gedankenausstellungen „Iconoclash“, „Making Things Public“, „Reset Modernity“ und ein Ausblick auf das Projekt „Critical Zones“ als Fortführung der Ausstellungen, die zusammen mit dem berühmten französischen Soziologen und Philosophen Bruno Latour entwickelt wurden, gilt an diesem Tag ebenso ein besonderes Augenmerk.

Am So, 6.10. bietet zum Beispiel die Kuratorinnenführung mit Margit Rosen einen Einblick in die Sammlungsausstellung und ihre Entwicklung. Die transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsplattform des Hertz-Labors unter der Leitung von Ludger Brümmer präsentiert in einem Gespräch mit den Mitarbeitern einen Blick auf die Zukunft der künstlerischen Forschung.
Zum Abschluss des Jubiläumswochenendes werden Politikerinnen und Politiker sowie weitere Persönlichkeiten, die mit dem ZKM verbunden sind, auf die Bühne gebeten, um im Rahmen von Impulsvorträgen oder Diskussionsrunden sowohl über die Entstehung und Geschichte des ZKM sowie über seine Zukunft zu sprechen. -ps

Fr-So, 4.-6.10., ZKM, Karlsruhe, Eintritt frei
www.zkm.de/30jahre

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