Leben und Werk des Stefan Holzmüller

Kunst & Design // Artikel vom 15.02.2020

Seit 1979 hatte der Tonkünstler Stefan Holzmüller im Künstlerdorf Grötzingen sein Wohnatelier und prägte mit seiner Persönlichkeit das künstlerische und kulturelle Leben im alten Dorfkern.

Seine Werke, mit denen er sich der „genehmigten Formfindung“ verweigerte, wurden schon in den 80er Jahren in die berühmte „Collection de L’Art Brut“ in Lausanne aufgenommen und mit Jean Dubuffet unterhielt er einen aufschlussreichen Briefwechsel. Aus Anlass seines Todes 2010 im Alter von 61 Jahren werden 30 ungebrannte, ausdrucksstarke Werke aus seinen letzten Lebensjahren gezeigt.

Sie zeigen in großer Präsenz, wie sich Holzmüller dem Thema „Die Frau und der Tod“ näherte, wie er sein Instrument, den Ton, beherrschte und ihm wie ein Alchemist Leben einhauchen konnte. Briefe und poetische Schwarz-Weiß-Fotos von ihm und seinem Atelier im Oberviertel komplettieren die Ausstellung und zeigen ein Leben zwischen Armut und Genie. Führungen, ein Katalogprojekt und ein Konzert mit Helmut Bieler-Wendt und Freunden (So, 8.3., 19 Uhr) begleiten die Ausstellung. -gepa

Eröffnung: Sa, 15.2., 18 Uhr, bis 8.3., N6, Karlsruhe

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