Lubaina Himid & Alex Martinis Roe

Kunst & Design // Artikel vom 07.09.2017

Obwohl sie seit ihrem vierten Lebensjahr in England lebt, fühlt sich die in Sansibar gebürtige Malerin und Installationskünstlerin Lubaina Himid anscheinend bis heute ihrem Geburtskontinent sehr verpflichtet.

Denn sie war eine der ersten Künstlerinnen, die sich am „Black Art Movement“ in den 1980er Jahren beteiligten – und bis heute beansprucht sie für sich, aktivistische Kunstwerke zu schaffen. Dabei setzt sie sich mit Themen der Kulturgeschichte auseinander, wobei sie besonders die Rückeroberung von Identitäten, das Erkennen und Benennen von peripheren Geschichten und kulturellen Aspekten interessiert. Neben ihrem künstlerischen Versuch des Dialogs zwischen Kunstwerk und Publikum ist es ihr besonderes Anliegen, den Beitrag schwarzer Menschen zur Kultur Europas sichtbar zu machen.

Ihre Kunstwerke sind in den Haupträumen des Kunstvereins zu sehen, während Alex Martinis Roe den Lichthof bespielt. Die aus Australien stammende Künstlerin lebt seit 2009 in Berlin, wo sie an Projekten arbeitet, die ein stark partizipatives Moment beinhalten und in denen sie die bildenden Künste zum Beispiel mit öffentlichen Veranstaltungen und Literatur zusammenbringt. -ChG

Eröffnung: Do, 7.9., 19 Uhr, 8.9.-26.11., Badischer Kunstverein, Karlsruhe

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