Marcel van Eeden vs. Karl Hubbuch

Kunst & Design // Artikel vom 20.11.2022

Marcel van Eeden (Abb. Barbara Seiler)

Marcel van Eeden zeichnet sich sein eigenes Bild von der Geschichte.

In einem Langzeitprojekt nimmt er sich Zeitschriften, Tageszeitungen, Bücher und Kataloge vor, die allesamt vor seinem Geburtsjahr 1965 erschienen sind. Auf dieser Grundlage fertigt er Zeichnungen an, um sich seine subjektive Vorstellung der Geschichte zu konstruieren. Mit dem Künstler Karl Hubbuch hatte van Eeden immerhin 14 gemeinsame Lebensjahre bis zu dessen Tod 1979, doch die Hochphase Hubbuchs in der Weimarer Republik hat er auch nicht erlebt. In der Ausstellung „Drawing Rooms“ reagiert Marcel van Eeden auf die umfangreiche Schenkung and Handzeichnungen und Druckgrafiken von Hubbuch, die die Städtische Galerie 2020 als Schenkung bekommen hat, mit eigenen Zeichnungen. Zwei distinguierte Zeichnersprachen treten in einen spannenden Dialog.

Zurück aus Paris sind Florina Leinß und Karolina Sobel. Nach ihrer Residency an der Cité Internationale des Arts, gesponsort von der Kunststiftung Ba-Wü, zeigen die zwei jungen Künstlerinnen Werke, die ihre Zeit in Paris reflektieren und dabei auch auf die Sammlung der Städtischen Galerie eingehen.

„The Body And Its Powers“ ist das Forschungsobjekt der Akademie-Absolventin Helen Feifel, die jetzt in Berlin lebt. Traditionelle Aspekte der Malerei wie Bildkomposition oder Harmonie und Kontrast von Farben setzt sie in Bezug zu Performance, Body Art und Bildhauerei. Für die Städtische Galerie entwickelte sie eine neue, ortsspezifische Rauminstallation. -fd

Hubbuch & van Eeden: bis 12.2.23, Leinß & Sobel: bis 20.11., Feifel: bis 16.4.23, Städtische Galerie, Karlsruhe

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