Marion Eichmann

Kunst & Design // Artikel vom 15.07.2020

Marion Eichmann, Laundromat (Detail), 2016/2017, Foto: Peter Oppenländer, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Papierkram hat selten so viel Spaß gemacht wie bei Marion Eichmann.

Es gibt kaum etwas, zu dem Marion Eichmann dieses elementare künstlerische Material nicht verwandeln könnte. Durch Farbe, Schnitt und Montage entstehen Steckdosen, Vorfahrtsschilder, Abfallcontainer. Sogar ein 50 Quadratmeter großer, begehbarer Waschsalon hält Einzug in die Galerie Stihl, die die bisher umfangreichste Eichmann-Werkschau in Deutschland ausrichtet. Auch Zeichnungen sind deren Bestandteil, in denen die Künstlerin den sinnlichen Overload der globalen Metropolen von Tokyo über Istanbul bis New York durch ihre scharfe Beobachtungsgabe filtert und zu konzentrierten Darstellungen verarbeitet.

Extra für die Galerie Stihl schnitt Eichmann die Abflugtafel eines Flughafens aus dem Papier. Und wenn man schon mal im Remstal ist, empfehlen sich nicht nur die zahlreichen neuen Grünanlagen, die durch die „Gartenschau“ 2019 vielerorts entstanden sind – auch die Daimlerstadt Schorndorf ist einen Besuch wert. Hier lockt die Q Galerie für Kunst, derzeit mit einer Ausstellung von Wlodzimierz Szwed und Angela M. Flaig.

Kunst gibt’s auch im Éclat zu sehen, einem Hybrid aus Galerie, Café, Restaurant und Vinothek, inmitten der pittoresken Fachwerkkulisse der Altstadt gelegen. Und auch das lauschige Café de Ville ist ein Treffpunkt der lokalen Künstlerszene. Hier werden Kaffeespezialitäten, Kuchen und Snacks (gerne vegetarisch/vegan) serviert. -fd

bis 18.10., Galerie Stihl, Waiblingen

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