Material und Möglichkeit

Kunst & Design // Artikel vom 04.03.2015

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit.

Ohne die Verwendung von bestimmten Materialien entsteht keine Materialität, entstehen auch keine Kunstwerke. Im Umkehrschluss liegen im Material unendlich viele Möglichkeiten für künstlerisches Schaffen begründet. Und in der Tat ist die Frage nach dem Material und seinem Bedeutungsgehalt seit den 1960er Jahren, seit der Berner Ausstellung „When Attitudes Become Form“, ungebrochen. Dass dem so ist, belegt nicht zuletzt die in Ludwigshafen laufende Ausstellung, bei der Werke aus der hauseigenen Sammlung auf diese Qualitäten hin untersucht werden.

Dabei wird einmal der Alltag thematisiert, aber auch die Sprache, Farbe, Licht und Gold. Parallel dazu wird in der Ausstellung „Kabinettstücke: Do It Yourself“ der Frage nachgegangen, welche Rolle Spiel und Handlung in der Kunst des 20. Jahrhunderts haben. Dabei darf natürlich Joseph Beuys nicht fehlen, der mit dem Begriff der „sozialen Plastik“ die Nachkriegskunst geprägt und den Zugang zu ihr tiefgreifend verändert hat.

Den Titel zur Ausstellung liefert Günther Uecker, der mit dem zum Hammer erklärten Kunstwerk einmal in Duchamp’scher Tradition diesen zum Readymade erklärte, andererseits aber auch dem Betrachter die Option gab, selbst die Nägel (Ueckers Markenzeichen) einzuschlagen und damit Kunst zu schaffen. -ChG

Material: bis 8.11.; Kabinettstücke: bis 31.5., Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen

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