Max Peter Näher

Kunst & Design // Artikel vom 14.04.2011

Mein Kunstverständnis wurde eher davon geprägt, dass auch ein Findling, in einen Rahmen genagelt, „Kunst“ ist.

Max Peter Näher war der erste „echte“ Maler, den ich als Kind kennenlernte. Schon damals fesselten mich zunächst seine comichaften großen Buntstiftzeichnungen mit ungezählten Details, wenig später und noch mehr aber faszinierten mich dann seine von farbigen Buntstiften gepägten, vor satten fetten Farben geradezu flirrenden Landschaften: Hügel, Wiesen, Felder, in die sich mal ein Traktor schleicht, ein Bauer mit Pferd beim Pflügen, ein Haus oder eine kleine Scheune.

Das Haus auf einem Berg, in dem wir damals vorbeischauten, enpuppte sich dann Jahrzehnte später nach meiner Rückkehr nach Karlsruhe als der heutige Kunstverein Wilhemshöhe, den Max Peter Näher einst mitbegründete.Wo sonst als dort auch sollte diese Retrospektive mit Ausblick auf 50 Jahre Malerei von Max Peter Näher stattfinden?! Die große Gesamtschau des virtuosen Malers wird flankiert von einem aufwändig recherchierten, sehr sehr schönen Katalog.

Herausgeberin Eva Krieg hat in dem prächtigen Band nicht nur alle Werkphasen gut dokumentiert, Kirsten Voigt und Michael Hübl steuern obendrein exzellente Texte bei (252 S. Großformat, Info Verlag, Lindemanns Bibliothek). Am 8.5. um 11 Uhr findet als Sonntagsmatinee ein Künstlergespräch von Voré mit Max Peter Näher statt.

PS: Der Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen hat sich nach heftigeren Turbulenzen inzwischen neu formiert. Die Homepage wurde rundum erneuert, es gibt einen neuen Vorstand mit der Vorsitzenden Ines Schomburg, neue Geschäftsführerin ist die junge Kunsthistorikerin Anna Weißhaar. -rw

Vernissage: Fr, 15.4., 20 Uhr, Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen, bis 15.5., Mi-Sa 15-18 Uhr, So 11-18 Uhr
www.kunstverein-ettlingen.de

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