Mikrodramen oder: Das Theater im Museum

Kunst & Design // Artikel vom 11.02.2015

Brachte Wolf Vostell das Theater auf die Straße, so bringt es Kerstin Cmelka jetzt in ihrer Solo-Schau ins Museum.

Seit 2008 schreibt sie „Mikrodramen“, kurze Sequenzen, in denen sie bekannte Theaterstücke nachstellt, persifliert und verfremdet, aber auch ihr persönliches Umfeld als Ausgangspunkt für ihre Arbeiten verwendet. In Video, Fotografie und Performance setzt sie sich humorvoll mit Machtkonstellationen in Kunst und Leben auseinander, wobei sich das Prinzip der Gemeinschaftsarbeit als wesentliches Element ihres Schaffens in der Ausstellung widerspiegelt: Manuel Gorkiewicz, Mario Mentrup, Hanno Millesi und Mandla Reuter waren eingeladen, eigene Arbeiten in die Installationen von Cmelka zu integrieren.

Innerhalb der Ausstellung trägt Pieternel Vermoortel über „Writing through loss and residue as an attempt to remember“ vor (Mi, 11.2., 19 Uhr). Cmelkas Arbeitsweise lässt sich in „The Song and Dance Exercise“ in der Live-Performance mit Konzert im Kunstverein nachvollziehen (Fr, 6.3., 20.30 Uhr); bei einem Brunch mit Künstlergespräch steht dann sie selbst im Fokus (Sa, 7.3., 11 Uhr). Im Lichthof wird parallel dazu die dänische Künstlerin Marie Lund unter dem Titel „Flush“ präsentiert: Im Mittelpunkt stehen Skulpturen, die in ihrer Materialität die klassische Vorstellung von dreidimensionalem Arbeiten unterwandern. -ChG

bis 6.4., Badischer Kunstverein Karlsruhe, Setfotografie: Videoinstallation, PerformerInnen: Daniel Wierner, Kerstin Cmelka

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