Mobiler Garten

Kunst & Design // Artikel vom 18.05.2014

Es ist ein Widerspruch in sich, denn Gärten sind in der Regel ortsbezogen. In Esslingen geht es auch weniger um ein fiktives oder reales Versetzen, eine Mobilität des Gartens selbst, vielmehr um dessen Wandelbarkeit, um die Rückgewinnung urbanisierten Terrains durch Natur, die „von der Leine gelassen“ wird. Lois Weinberger hat aus zahlreichen bepflanzten Eimern eine artifizielle Naturlandschaft entstehen lassen, die im Verlauf der nächsten Jahre sich selbst überlassen wird.

Ziel ist es dabei, den langsamen Wandel beobachten zu können und dieser Rückgewinnung – beispielsweise durch die Auflösung der Eimer – zuschauen zu können. Zurück zur Natur? Es scheint so: Denn nicht nur Esslingens Beitrag zur KulturRegion Stuttgart betritt gartenbautechnisch neues Terrain, sondern auch im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen wird – bereits in der dritten Saison! – gegärtnert und die Prinzessinnengärten aus Berlin waren erst unlängst in Baden-Baden zu Gast. -ChG

Weinberger: Eröffnung: So, 18.5., 12 Uhr, Villa Merkel, Esslingen

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