Museum der Fragen

Kunst & Design // Artikel vom 15.06.2012

Weil das Museum von zahlreichen Künstlern ab den 1960er Jahren als verstaubter Ort empfunden wurde, in dem die Kunst begraben sei, suchten sie ganz bewusst die Auseinandersetzung.

Aber neben der Konfrontation auch den Dialog mit der Öffentlichkeit, sie agierten dezidiert politisch oder begannen mit der Selbstvermarktung. Einer der Protagonisten dieser Bewegung ist Bernhard Sandfort, der in Berlin 1969 die erste Produzentengalerie eröffnete und mit dem „Augenladen“ in Mannheim seit 1970 neben Ausstellungen auch Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Fragen organisiert.

1978 hinterfragte er mit der Aktion „Woran merken Sie, dass Sie in der Bundesrepublik in einer Demokratie leben?“ den politischen Status quo. Daran schließt sein virtuelles „Museum der Fragen“ an, das er auch in Karlsruhe im Rahmen der Ausstellung in einer performativen Befragung der Bevölkerung fortsetzen und dem aktuellen Wissensdurst des Karlsruhers nachgehen wird. -ChG

Eröffnung: Fr, 15.6., 19 Uhr, bis 9.9., ZKM - Museum für Neue Kunst, Karlsruhe

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