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Kunst & Design // Artikel vom 21.04.2018

Eine Dornenkrone aus Stacheldraht, der Kopf bis zur Unkenntlichkeit zubandagiert.

Wie aus einem Traum oder Albtraum wirken die Fotografien der Karlsruher Künstlerin Lisa Nowinski und setzen sich im Kopf des Betrachters fest. In aufwendigen Inszenierungen werden bei ihr Menschen abgelichtet, die in einem Raum zwischen Oberfläche und fast mystischer Tiefe changieren.

Der Betrachter ist frei in seinen Assoziationen, schwankt zwischen den realistischen Details, den oft verwirrenden Einzelheiten und einer fein eingefangenen, dichten Stimmung, zwischen politischen und sozialkritischen Anklängen und einer fast unwirklichen Atmosphäre. Penibel arrangiert Nowinski ihre Modelle mit Kostümen, Make-up und anderen Accessoires.

Nach der Aufnahme bearbeitet sie ihre Fotos nicht mehr, ihr akribischer Hang zur Perfektion macht das unnötig. Der Tänzer und Performancekünstler Piotr Tomczyk hat sich durch Nowinskis Werke inspirieren lassen und zeigt am Sa, 5.5. ab 18 Uhr „Last Supper“ als Butoh-Performance. -gepa

Vernissage: Sa, 21.4., 19 Uhr, ab 21.4., Artlet Studio, Karlsruhe

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