Napoleons Schmuck

Kunst & Design // Artikel vom 18.10.2019

Halsschmuck, um 1820, angeblich aus dem Besitz von Marie Louise, der zweiten Gemahlin Napoleons, Foto: P. Jaschke

Napoleon Bonaparte, der vor 250 Jahren geboren wurde, ordnete ganz Europa neu, Baden machte er zum Großherzogtum, Württemberg bekam einen König.

Sein Aufstieg markiert eine Epochenschwelle, auch in Schmuck und Mode. Das Schmuckmuseum zeigt in seiner Sonderausstellung den Klassizismus, der als „Stil der Revolution“ bezeichnet wurde und den dekorativen Empire-Stil.

Beide breiteten sich nicht nur in ganz Westeuropa, sondern sogar bis nach Russland aus: Die Aufklärung hatte sich durchgesetzt, die selbstbewussten und gebildeten Bürger wollten jetzt eine eigene Ästhetik, eine Ästhetik der Vernunft. Alle Bereiche der Kultur wurden beeinflusst, von Architektur über Malerei, Möbel, Kleidung und Schmuck bis hin zu Literatur und Musik.

Vor allem der Empire-Stil wurde zum bevorzugten Stil am kaiserlichen Hof Napoleons, mit ihm repräsentierte er. Mit Arbeiten von Chaumet, dem Hofjuwelier Napoleons, wird auch Schmuck aus seinem Umfeld zu sehen sein.

Bis Anfang November sind noch Arbeiten der Hildesheimer Gold- und Silberschmiede Ulla und Martin Kaufmann zu sehen, in deren Zentrum das geschmiedete Band mit teils überraschenden Formen steht. -gepa

Eröffnung „Die Welt neu geordnet“: Fr, 18.10., 19 Uhr, bis 1.3.; Ulla und Martin Kaufmann, bis 3.11., Schmuckmuseum Pforzheim

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