Neue Ausstellungen in Ettlingen

Kunst & Design // Artikel vom 18.11.2018

Fernweh?

Das Ettlinger Museum zeigt in einer kleinen Studioausstellung zeitgenössische Keramik aus Japan. Das mag im ersten Moment nach einer Schau nur für Eingeweihte klingen, man sollte sich davon aber nicht täuschen lassen. Die Keramiktradition Japans, die mit Ursprüngen in der Frühzeit zu den ältesten überhaupt gehört, ist bis heute auch eine der lebendigsten der Welt.

Wer sich darauf einlässt, kann eine faszinierende Vielfalt von feinem farbigem Porzellan bis hin zu schrundig-archaischer Keramik aus unglasiertem Steinzeug entdecken. Die Schau in Ettlingen, eine Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) Karlsruhe anlässlich deren 25-jährigen Bestehens, versammelt über 50 zeitgenössische Werke – Gebrauchskeramik ebenso wie freie, künstlerische Objekte, traditionelle ebenso wie moderne Formen – von Keramikern aus der bekannten japanischen Töpferei in Kasama.

Nicht ganz so weit schweift der Blick in der Hauptausstellung: „Zeitwende 1918/19: Künstlern zwischen Depression und Aufbruch“ skizziert die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Lebenswelt und die Entwicklung der Künstler Karl Hofer, Walter Becker, Karl Albiker, Helene Albiker-Klingenstein und Oskar Alexander Kiefer. Ihre Lebenswege kreuzten sich mehrmals, auch in Ettlingen. Bis 18.11. ist auch die zur „Schloss-Kultur-Nacht“ konzipierte neue Installation „Compilation 3D“der Künstlerin Renate Koch im 2. OG der Städt. Galerie zu erleben. -sk

Kasama, bis 6.1. 2019; Zeitenwende 1918/19, bis 28.4.2019

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