Nicht mal gut genug für Kitsch

Kunst & Design // Artikel vom 06.03.2019

Nicht mal gut genug für Kitsch

Warum hat Kitsch so einen zweifelhaften Ruf?

Wie tief durchdringt er unser Leben? Und was ist Kitsch denn eigentlich? „Kitsch, der – aus einem bestimmten Kunstverständnis heraus als geschmacklos empfundenes Produkt der darstellenden Kunst, der Musik oder Literatur; geschmacklos gestalteter, aufgemachter Gebrauchsgegenstand.“ Der Duden bringt es nüchtern auf den Punkt. Kitsch ist geschmacklos. Nur was dem einen gefällt, trifft den Geschmack eines anderen überhaupt nicht! Die Philosophen wissen, so einfach ist es nicht mit den Geschmack(los)urteilen. Außerdem ist „Kitsch“ auch einer der am schwierigsten zu übersetzenden Begriffe, im Englischen wird er als deutsches Lehnwort verwendet.

Fünf Studenten der Karlsruher Kunstakademie – Tamara Goehringer, Cim Jubke, Martin Ködelpeter, Annerose Müller und Lisa Schächner – widmen sich im Orgelfabrik-Salon dem Kitsch als Phänomen der kulturellen und künstlerischen Gegenwart. Ist es möglich gute Kunst zu machen, die ganz ohne Ironie und akademische Doppelbödigkeit kitschig ist? In unterschiedlichsten Medien setzt sich jede künstlerische Position im eigenen Zugang diesen Fragen aus. Zentrales Bindeglied der Ausstellung ist eine von allen teilnehmenden Künstlern realisierte Liveperformance am Eröffnungsabend. -sk

Vernissage: Mi, 6.3., 19 Uhr, bis 17.3.,Orgelfabrik Durlach, Karlsruhe, Eintritt frei

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