Nick Fudge, Andreas Lau, Römer + Römer

Kunst & Design // Artikel vom 01.12.2019

Andreas Lau, Max Beckmann (Detail), 2015

In den späten 1980ern bewegte sich Nick Fudge im Dunstkreis der Young British Artists um Damien Hirst und Sarah Lucas.

Doch statt den Ruhmgipfel zu erklimmen, ging er völlig in den Untergrund, zerstörte seine Werke und stellte 25 Jahre lang nichts aus. In dieser Zeit begann Fudge auf einem alten Macintosh-Rechner, den er bis heute nutzt, Bilder zu erstellen, die danach gedruckt und gehängt wurden. Post-Internet-Art, bevor es den Begriff überhaupt gab. Auch die anderen Arbeiten beschäftigen sich mit Malerei, Darstellbarkeit und Sehgewohnheiten in einer digital-medial geprägten Zeit.

Der Karlsruher Andreas Lau, einst mit seinem Atelier Nachbar von INKA, zerlegt reale Motive in Punkte und Linien und zergliedert die Darstellung so sehr, dass die großen Bilder mit Abstand wie Computerzeichnungen anmuten. Zur Ausstellung erscheint eine neue Publikation von Lau.

Das Duo Römer + Römer überträgt eigenes fotografisches Bildmaterial in großformatige, gemalte Tafelbilder. Ihre Motive gewinnen Nina und Torsten Römer dort, wo Menschen ekstatisch zusammenkommen, so beim Karneval in Rio oder den Festivals Fusion und Burning Man. -fd

Vernissage: So, 1.12., 11 Uhr; bis 12.1., Kunstverein Speyer

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