Nord- und Ostseebilder

Kunst & Design // Artikel vom 20.04.2018

Der Expressionist Emil Nolde ist wohl der berühmteste „Nord- und Ostseemaler“.

Aber auch viele andere Künstler waren fasziniert vom rauen Meer, der weiten Landschaft im Norden, von Wind und Wetter, dem fernen Horizont und der Leere. Die Ausstellung zeigt viele eher unbekannte postimpressionistische, expressionistische und neusachliche Künstler aus dem Norden: Poppe Folkerts, Julian Klein von Diepold, Hans Trimborn oder Paul Ernst Wilke, von denen Bilder der Küstenlandschaft mit Schiffen, Windmühlen und Reethäusern stammen und von Franz Radziwill, der im Nordseebad Dangast den Großteil seines Werks schuf.

Fünf zeitgenössische Positionen zeigen außerdem, dass die Begeisterung für das Meer im Norden bis heute ungebrochen ist. Die Schau bietet ein abwechslungsreiches und umfängliches Bild von fast 120 Jahren norddeutscher Landschaftsdarstellungen; dazu kommen kulturhistorische Objekte, Teegeschirre, silberne Kandiszangen und detailverliebte Schiffsmodelle.

In einer ergänzenden Studio-Ausstellung werden Gemälde und Grafiken von Franz Schönleber gezeigt, der aus Bietigheim stammt und Lehrer an der Karlsruher Akademie war. 1875/76 reiste er von Ostfriesland nach Ostpreußen, um für einen Stuttgarter Verlag den prachtvollen Band „Küstenfahrten an der Nord- und Ostsee“ zu illustrieren. -gepa

Eröffnung: Fr, 20.4., 19 Uhr, ab Sa, 21.4., Galerie Bietigheim-Bissingen

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