Open Codes II

Kunst & Design // Artikel vom 16.09.2018

Stell dir vor, es ist Ausstellung und keiner muss Eintritt bezahlen.

Das ZKM, sowieso Innovationsgarant und Ideengenerator, hat im vergangenen Herbst mit „Open Codes“ ein neuartiges Ausstellungs- und Bildungsexperiment gestartet: Bei freiem Eintritt, freien Snacks und Getränken, freiem WLAN und kostenlosem Strom wurden nicht ganz ein Jahr lang vielfältige Beispiele der Codierung, vom Morse Code bis zum genetischen Code und deren künstlerische und industrielle Anwendung gezeigt. Drumherum luden zahlreiche Sitzecken und Schreibtischinseln zum Aufenthalt in der Ausstellung ein. Das Konzept wurde vom Publikum bestens angenommen. In acht Monaten kamen knapp 100.000 Besucher, eine erste Auslandsstation in Mumbai kann „Open Codes“ auch schon verzeichnen.

Im September hat nun die zweite Phase begonnen: „Open Codes II. Die Welt als Datenfeld“ legt den Fokus auf der Untersuchung einer Welt, die nicht alleine von Dingen, Worten und Bildern, sondern vor allem von Daten erzeugt, gesteuert und kontrolliert wird. Rund 40 Werke werden neu installiert, der Lichthof 8 wird zum Daten-Hauptbahnhof transformiert: Die Installation „Die Welt als Datenfeld“ – nach einer Idee von Peter Weibel, programmiert und realisiert von Christian Lölkes – konfrontiert die Besucher auf über 40 Bildschirmen mit Daten, wie sie uns rund um die Uhr begleiten, vom Flughafen über den Bahnhof bis zur Börse, in der Wohnung und unterwegs. Darüber hinaus werden auf der „Open Codes“-Website code-basierte wissenschaftliche Projekte veröffentlicht, die ausschließlich online verfügbar sind. -sk

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