„Open Codes“ verlängert – „Feministische Avantgarde“ endet

Kunst & Design // Artikel vom 25.03.2018

Das ZKM präsentiert mit seinem aktuellen Ausstellungsprogramm beispielhaft, was die Besonderheit dieses Hauses ist.

Das Vereinen zeitgenössisch prägender Themen, Künste und Medien unter einem Dach. Die Mammutausstellung „Open Codes“ bringt mit freiem Eintritt, offen verfügbaren Arbeitsplätzen und einer Tischtennisplatte nicht nur den Code sondern auch die Bedeutung von Ausstellungsräumen an das Publikum. Wissenschaftlich-historische Objekte, die auf die Entstehung des digitalen Codes verweisen, werden neben Zukunftsvisionen und experimentalen Entwürfen präsentiert.

Der Besucher kann hier eigenständig und ohne den zeitlichen Druck alles an einem Tag erleben zu müssen, die Bedeutung von Codes erschließen und entschlüsseln. Währenddessen steht die Schau „Feministische Avantgarde“ mit scheinbar klassischeren Ausstellungswerken, wie Fotografie und Zeichnung, für eine Bewegung der 1968, die bis heute existierende Gesellschaftsformen beschreibt und aufzubrechen versucht.

Auf subtile wie provokante Weise wird hier deutlich sichtbar, was noch immer weltweit Unterdrückung und Ausgrenzung erfährt. Beide Ausstellungen sind ein Aufruf an den Besucher sich mit hochaktuellen und brisanten Themenkomplexen auseinanderzusetzen, wenn auch – und das ist das Besondere des Zentrums für Kunst und Medien – medial unterschiedlich transportiert. -hju

Open Codes, 25.3. Hackathon, Ausstellung verlängert bis 6.1.2019; Feministische Avantgarde, bis 8.4., ZKM, Karlsruhe

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