Orte des kollektiven Gedächtnisses

Kunst & Design // Artikel vom 10.12.2016

Wie Thomas Struth oder Bernd und Hilla Becher ging es dem jung verstorbenen Berliner Fotografen Albrecht Kunkel (der bei den Großmeistern der deutschen Nachkriegsfotografie studierte) um möglichst objektive Dokumentation.

Dabei interessierten ihn insbesondere Orte, an denen sich, wie bei den prähistorischen Höhlen, Kultur bereits früh manifestierte. „Quest“ (so auch der Titel der ZKM-Schau) zeugt von seiner Suche nach Orten, an denen sich über die Zeiten hinweg Kultur manifestiert.

Von Troja bis Cannes spannt der Bogen der ersten Solo-Schau des 2009 gestorbenen Kunkel. Die Ausstellung wird zusammen mit „Leibniz’ Lager“ eröffnet, einer weiteren Präsentation von Fotografien: Floris Neusüss und Renate Heyne gehen in Fotogrammen der Frage nach, wie das Depot des Universalgelehrten Leibniz wohl ausgesehen hätte, wenn er Artefakte gesammelt hätte. Parallel wird in Lichthof 1+2 bis Ende Januar „Kunst in Europa“ gezeigt. -ChG

Eröffnung: Sa, 10.12., 19 Uhr, Kunkel: 11.12.-23.4.2017, Neusüss/Heyne: 11.12.-5.3.2017, Kunst in Europa: bis 29.1.2017, ZKM-Lichthof 1+2, Karlsruhe

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