Otto Nebel

Kunst & Design // Artikel vom 19.01.2020

Karneval, Blatt 13b, 1929, Otto Nebel-Stiftung, Bern, Foto: Myriam Weber, Bern

Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen zeigt die erste deutsche Einzelausstellung zu Otto Nebel seit über 20 Jahren.

Dabei lässt sich der studierte Architekt als intermedialer Künstler neu entdecken. Die Ausstellung zeigt mehr als 100 Gemälde, Zeichnungen und Aquaralle aus der Otto-Nebel-Stiftung Bern. Hinzu kommt audiovisuelles und dokumentarisches Material, das bezeugt, wie eng auch die visuellen Arbeiten Nebels seiner Beschäftigung mit Sprache, Klang und Architektur stehen.

In jungen Jahren stand Otto Nebel der Kunstzeitschrift „Der Sturm“ nahe, in der er auch Texte und Linolschnitte publizierte, später dem Bauhaus. Mit Paul Klee und Wassily Kandinsky pflegte er engen Austausch. 1933 emigrierte er, von den Nazis als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt, in die Schweiz. Otto Nebels Schaffen ist die jahrzehntelange Arbeit daran, „aus Elementen Sinngebilde, Modelle von Harmonie herzustellen“. So sagte er auch: „Meine Malerei ist Dichtung, die Schwester meiner Wortkunst“. -fd

bis 19.1., Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

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