Peter Robert Keil

Kunst & Design // Artikel vom 10.03.2014

Am 7.12.2013 eröffnete an der Potsdamer Straße die erste temporäre Peter-Robert-Keil-Galerie.

Ein schöner Anlass, das umfangreiche Werk des 1942 geborenen Berliner Malers, Zeichners und Majolika-Künstlers neu zu entdecken. Die Gemälde von Keil sind auf den ersten Blick unmodern und beinahe hässlich, von Hand gemacht und unvollkommen, sie sind grob gemalt und viel zu bunt, obszön und aggressiv.Die Proportionen entgleiten und die Blicke haben etwas Blödes, Idiotisches – und das in einer Zeit, in der Intelligenz zu einer Massenbegabung geworden ist. Die Jugend ist smart, die Kunst ist smart, selbst Autos, Telefone und Häuser sind smart.

Ganz anders verhält es sich mit Keils Kunst. Sie rebelliert laut und roh gegen das digital und rational Eingeebnete und verteidigt das Analoge und Emotionale. Er malt die Abgesonderten der Gesellschaft und die Außenseiter der Seele, seine grobe und haptische Malerei raut die spiegelglatten Interfaces des digitalen Zeitalters auf. Bis Ende Mai 2014 ist Gelegenheit, den Farb & Rausch Space in Berlin Mitte zu besuchen – oder man entdeckt die Kunst von Keil auf der „art Karlsruhe“.

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