Picasso und Deutschland

Kunst & Design // Artikel vom 08.05.2016

Vom Museo Picasso Málaga unter Direktor José Lebrero Stals konzipiert, ist die Sammlung Würth die einzige deutsche Museums-Station, in der das spannende Thema „Picasso und Deutschland“ umfassend ausgeleuchtet wird.

Picassos Beziehung zu Deutschland ist lang und voller Widersprüche. Zwar wurde er hier früh rezipiert, aber er ist nie in diesem Land gewesen. Schon 1912 wurde der damals 30-Jährige in Köln in einem Atemzug mit Van Gogh und Cézanne gefeiert, auch Kandinsky und Marc galt er bereits als Leitstern. Rührige deutsche Händler wie Thannhauser, Feldmann und Flechtheim, Poeten wie Rilke sowie die unermüdlichen Pariser Lobbyisten Daniel Henry Kahnweiler und Wilhelm Uhde trieben Picassos Erfolg beständig voran.

Die bemerkenswert frühe deutsche Picasso-Rezeption und die Vorreiterrolle seiner deutschen Sammler bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung. Infolge der nationalsozialistischen Verheerungen, die auch den Namen Picasso aus den öffentlichen Kunstsammlungen eliminiert hatten, war dieser Aspekt lange in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung zeigt rund 70 Werke Picassos aus den Jahren 1901 bis zum Tod des Künstlers.

In insgesamt 22 Themenkreisen entfachen sie mit rund 150 Werken von Cranach d. J. und Cranach d. Ä. über Marc, Kandinsky, Macke, Modersohn-Becker bis zu Ernst, Heckel, Kirchner, Schmidt-Rottluff, Grosz, Dix oder Beckmann immer wieder neue Diskurse. Neben den reichen Beständen des Museo Picasso Málaga und der Sammlung Würth stehen über 50 internationale Leihgeber für die Differenziertheit der Werkauswahl. Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet. -ChG

bis 18.9., Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall

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