Poetische Expansionen

Kunst & Design // Artikel vom 31.03.2017

Seit den Dadaisten experimentieren bildende Künstler mit Sprache und Poesie.

In den 1960er Jahren nahm der Galerist Hansjörg Mayer bezüglich der Vermittlung von Konkreter Poesie eine wichtige Rolle ein, denn mit seinen Editionen bereitete er den Weg des Künstlerbuchs, aber auch jenen von beispielsweise Max Bense, Eugen Gomringer und Helmut Heißenbüttel. Mayer war aber auch selbst künstlerisch tätig, und wird jetzt mit „The Smell Of Ink“ in der Reihe „Poetische Expansionen“ präsentiert, bei der in Einzelausstellungen Künstler vorgestellt werden, die Sprache als künstlerisches Medium begreifen.

Zum Teil gehörten sie der „Stuttgarter Schule“ um Max Bense an, der wichtige Beiträge zur Medienrevolution des 20. Jahrhunderts lieferte. Den Auftakt in der Reihe der „Poetischen Expansionen“ macht Nanni Balestrini, es folgen Reinhard Döhl, Gerhard Rühm und Konrad Balder Schäuffelen neben Mayer und Heißenbüttel. Deutlich wird, dass das zweidimensionale, bedruckte Blatt um Raum und Zeit durch die Verwendung Neuer Medien erweitert wurde. Im Rahmen der Ausstellung wird am Sa, 1.4. ein Sprechkonzert im ZKM-Medientheater mit Solotexten und Duetten von Gerhard Rühm und Monika Lichtenfeld aufgeführt. –ChG

Eröffnung: Fr, 31.3., 19 Uhr, 1.4.-22.10., ZKM-Lichthof 1+2, Sprachkonzert: 1.4., 18 Uhr, ZKM-Medientheater, Karlsruhe

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