Sammlung Anna und Dieter Grässlin

Kunst & Design // Artikel vom 14.12.2017

Die Ausstellung „Mut zur Freiheit“ präsentiert aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin ausgewählte Vertreter informeller Kunst, einer bezeichnenden Strömung der Nachkriegszeit.

Nach den Mal- und Denkverboten der Nationalsozialisten und durch den Zweiten Weltkrieg lebte eine neue Formensprache auf, deren Stil aus der klassischen Moderne schöpfte und an deren abstraktes Spektrum anknüpfte.

Das Sammlerpaar Grässlin trug seit den 70er Jahren diese vielseitige Stilrichtung mit Werken hochkarätiger Vertreter zusammen. Die Städtische Galerie ist die zweite Station der Sammlung Anna und Dieter Grässlin, welche gemeinsam mit Exponaten aus dem hauseigenen Bestand gezeigt wird.

Die Vielfalt informeller Ausdrucksmöglichkeiten wird hier deutlich: Malerei, dreidimensionale Objekte sowie Druckgrafik und Zeichnung sind vertreten. Die Vertreter des Informel folgten nicht geometrischen, sondern freieren Formen und lösten sich von den starren Regeln abstrakter Bildkompositionen. Nicht Quadrate und Kreise, sondern Wellen, Flecken und organische Flächen nutzten die informellen Künstler dieser globalen Bewegung.

Die Sammlung präsentiert über hundert Exponate von zwölf Künstlern, darunter die beiden Wegbereiter dieser künstlerischen Haltung Jean Fautrier und Wols sowie Peter Brüning, Erich Hauser, K. O. Götz und zahlreiche weitere Vertreter aus den Jahren 1946 bis 1974. -hju

bis 14.12. wg. Umbau geschlossen, Eröffnung: Fr, 15.12., 19 Uhr, bis 11.3.2018, Städtische Galerie, Karlsruhe

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