Spuren der Macht

Kunst & Design // Artikel vom 01.02.2022

Spuren der Macht

Das Nordstadt-Restaurant Fünf ist neben seinem ausgezeichneten Essen auch für künstlerischen Anspruch bekannt.

Von Februar bis April bekommt man in den „Urbanen Ansichten“ aus Potsdam von Andreas Ramin die „Spuren der Macht“ vor Augen geführt. Der Ausstellungstitel geht zurück auf ein Langzeitprojekt der Fotografin Herlinde Koelbl, die von 1991 bis ’98 jährlich Menschen in Führungspositionen aus Politik und Wirtschaft porträtiert hat; die gewohnheitsmäßige Ausübung von Macht manifestiert sich aber auch in der Physiognomie von Städten – und Potsdam ist dafür ein besonders eindrückliches Beispiel.

Gegenwärtig zeigt sich mit den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Neue Mitte oder die Wiedererrichtung der Garnisonkirche eine erschreckende Ignoranz im Umgang mit Nazi-Vergangenheit und kulturellem Erbe; die Spuren der DDR-Architektur werden zugunsten eines romantisierten Bildes getilgt. Bezogen auf die Organisationsform staatlicher Herrschaft gliedert sich die Ausstellung in sechs Teile: das Königreich Preußen, das Kaiserreich, die Weimarer Republik, das Dritte Reich, die DDR und die wiedervereinigte BRD. -pat

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