Titus Schade

Kunst & Design // Artikel vom 22.11.2019

Titus Schade, Das Waldhaus, 2013. Foto: Uwe Walter, Berlin, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wie auf einer schwarzen Theaterbühne präsentiert und inszeniert Titus Schade seine Motive auf der Leinwand.

Das ist kein Zufall: Schade hat Erfahrung als Bühnenbildner und zuletzt für ein Stück von Elfriede Jelinek in Leipzig ein begehbares metergroßes Bild erstellt. Der 1984 geborene Schüler von Neo Rauch bezeichnet sich selbst als Modellbauer. Seinen Motiven – u.a. Fachwerk, Kirchen, Bauernhöfe, Laubwald, Mühlen – haftet etwas Romantisches an.

Die starken Kontraste und extrem scharfen Linien verleihen den Malereien zugleich den digitalen Touch von Computer-Renderings. Titus Schade sieht seine menschenleeren Bilder als Fenster für das Publikum, das durch die Augen betreten werden kann.

Im Graphik-Kabinett läuft die dritte und letzte Ausstellung der Reihe „Tierisch!“. Neben realistischen Tierporträts hängen Formstudien von Federn, Schuppen und Pelzen, die sich auch in den papiernen Skulpturen von Cäcilie Davidis widerspiegeln. -fd

Schade-Vernissage: Fr, 22.11., 20 Uhr, 23.11.-9.2., Tierisch!: bis 26.1., Galerie Stadt Backnang

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