Tulpenkultur

Kunst & Design // Artikel vom 11.02.2015

„Sag’s durch die Blume“ konnte für diejenigen, die sich im 16. oder 17. Jahrhundert der Tulpe bedienten, ein kostspieliges Unterfangen werden.

Und in der Tat ist die aus dem Orient stammende Blume für den ersten Börsenkrach der Geschichte verantwortlich. Trotzdem: Markgraf Karl Wilhelm war begeisterter Gärtner und natürlich durfte die zeitweise mit Gold aufgewogene Tulpe nicht fehlen.

Seinen Hofgärtner Christian Thran schickte er eigens auf die beschwerliche Reise nach Afrika, um Pflanzensamen und Schösslinge für den Schlossgarten einzukaufen. Das Tagebuch des Gärtners ist erhalten und wird eines der Highlights der Schau sein, die die Landesbibliothek unter dem Titel „Karlsruher Tulpenkultur“ anlässlich des 300. Geburtstags der Stadt zeigen wird.

Nachdem am 8.11. 1.000 Tulpenzwiebeln vor der Landesbibliothek eingepflanzt worden sind, wird sie sich pünktlich zur Ausstellung in voller (gelb-roter) Blüte zeigen. Der Kult um die vielfältige Pflanze zieht sich bis heute: Daniel Wagenblasts Installation „Delft und Stuttgart“ macht dies deutlich. Außerdem sind die beiden im Besitz der Landesbibliothek befindlichen Blumenbücher rechtzeitig zur Ausstellung digitalisiert – und können während der Laufzeit darüber hinaus im Original bewundert werden. -ChG

11.2.-25.4., Ausstellungsraum, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe

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